Das Investmentjahr 2025 markierte für deutsche Standard- und Nebenwerte eine Phase deutlicher Divergenz. Während der DAX eine Performance von 23 % auswies und der TecDAX lediglich um 6 % zulegte, realisierte der Fonds „Deutsche Aktien SYSTEM“ unter der Leitung von André Kunze eine Rendite von 35 %. Dieser Erfolg basiert nicht auf diskretionären Marktprognosen, sondern auf einem rein regelbasierten, quantitativen Framework, das Momentum-Selektion mit einem dreisäuligen Risikomanagement verbindet.
Der Selektionsmotor: MapScore und die „Kurs-Filetierung“
Den Kern der Outperformance bildet das proprietäre Handelssystem MapScore. Im Gegensatz zu klassischen Momentum-Indikatoren, die häufig nur den aktuellen Kurs ins Verhältnis zu einem gleitenden Durchschnitt setzen, nutzt MapScore ein mathematisches Verfahren zur „Filetierung“ der Kursentwicklung.
Dabei wird die mittelfristige Historie einer Aktie in eine Vielzahl von Mehrtagesperioden zerlegt. Jede dieser Perioden wird innerhalb des 160 Titel umfassenden Anlageuniversums (DAX, MDAX, SDAX, TecDAX) gerankt. Die Verdichtung dieser Einzelrankings zu einem Gesamt-Score soll sicherstellen, dass nur Aktien mit einer hohen Momentum-Konstanz ausgewählt werden. Ein wesentlicher technischer Vorteil ist die Eliminierung von Einmaleffekten: Kurzfristige Kurssprünge durch Nachrichtenereignisse führen nicht unmittelbar zu einem Top-Ranking.
Portfoliokonstruktion: Konzentration und Gleichgewichtung
Die Strategie weicht signifikant von der marktkapitalisierten Gewichtung klassischer Indizes ab:
- Fokussierung: Das Portfolio umfasst bei Vollinvestition lediglich 20 Einzeltitel.
- Gleichgewichtung: Jede Position wird mit einer Startgewichtung von knapp 5 % aufgenommen. Dies reduziert das Klumpenrisiko gegenüber dem DAX, in dem die vier größten Werte bereits knapp 40 % des Indexgewichts beanspruchen.
- Rebalancing: Die Positionsgrößen werden bei Schwellenwerten von 4 % (Aufstockung) bzw. 6 % (Teilgewinnmitnahme) aktiv gesteuert, sofern das Momentum-Ranking stabil bleibt.
Risikomanagement: Drei Säulen gegen den „Drawdown“
Das System definiert Risiko nicht über die Volatilität, sondern über den Maximum Drawdown und die Underwater Period. Zur Begrenzung dieser Kennzahlen dienen drei Mechanismen:
- Strukturelle Diversifikation: Einhaltung der 5-10-40-Regel und Vermeidung von Einzelwertabhängigkeiten.
- Flexible Investitionsquote: Die Aktienquote wird hochflexibel zwischen 0 % und 100 % gesteuert. Diese Steuerung erfolgt dezentral über die Einzelwerte: Ein Titel wird nur gehalten, wenn sowohl das MapScore-Ranking (Top-Drittel) als auch der tägliche Trend-Filter MapTrend ein bestätigtes Signal liefern. MapTrend nutzt hierfür eine Kombination aus exponentiellen gleitenden Durchschnitten und der mathematischen Bestimmung neuralgischer Kursniveaus.
- Fat-Tail-Absicherung: In reifen Bullenmärkten integriert das System Call-Optionen auf Volatilität. Diese dienen als komplementärer Schutz gegen exogene Schocks („Black Swans“), wenn die Absicherungskosten aufgrund niedriger Marktvolatilität gering sind.
Fazit
Die Strategie von André Kunze zeigt, dass ein konzentrierter, rein systematischer Ansatz in heterogenen Märkten einen statistischen Vorteil generieren kann. Durch die Kombination von wöchentlichem Momentum-Scoring (MapScore) und täglicher Trendüberwachung (MapTrend) wird ein hybrider Mechanismus geschaffen, der in Aufwärtsphasen eine hohe Partizipation ermöglicht („Bleifuß“) und in Korrekturen durch eine automatische Reduktion der Exponierung schützt („Bremse“).
Hinweis: Dieser Blog-Beitrag wurde mit Hilfe von KI erstellt, von der Redaktion kuratiert und basiert auf dem Interview "Lernen vom Meister 2025" mit André Kunze, veröffentlicht im Portfolio Journal 01-2026.

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